Stoffreste Verwertung und kleine Brotdosen Kühltaschen

 

 

Es ist heiß, und in den letzten Tagen dachte ich mir, was ist eigentlich mit dem Brot in der Brotdose? Meine Kinder gehen in den Waldkindergarten und wenn sie wie jetzt, in den Ferien, oft auf einem Spielplatz sind, dann hängt der Rucksack schon mal in der Sonne. Ich habe mich bereits letztes Jahr gefragt wie ich das Essen im Sommer kühler transportieren und aufbewahren kann. Ich habe nun eine Kühltasche genäht. Diese Kühltasche ist genau auf die Größe der Brotdosen die wir haben abgestimmt. Darin ist Platz für ein Kühlakku und für unsere Brotdosen. Diese Kühltaschen haben keinen Verschluss oder Reißverschluss etc. Ich habe mich bewusst dafür entschieden sie offen zu gestalten, um es meinen Kindern nicht noch schwieriger zu machen an ihr Essen zu kommen, wie ist sowieso schon mit mancher Brotdose ist. Natürlich kann auch noch oben einen Reißverschluss eingenäht werden oder eine Art Deckel. Ich persönlich denke aber, dass die Kühlung für eine Brotdose für ein paar Stunden auch so problemlos gegeben ist. Außen besteht die Kühltasche aus normalem Jersey Stoff. Es kann aber auch Leinen- oder Baumwollestoff genommen werden, oder auch jeder andere. Der Innenraum besteht aus Isolierfolie. Diese Folie habe ich aus einer Plastikgefriertüte aus dem Supermarkt entnommen.

 

 

 

Ihr kennt vielleicht alle diese silbernen Tüten, die in der Tiefkühlabteilung hängen um die Tiefkühlware kühl nach Hause zu bekommen. Solch eine Tüte habe ich einfach zerschnitten um an die Folie für den Innenraum meiner Kühltasche zu kommen. Die komplette Nähanleitung sieht auch in dem Video. Nach dem gleichen Schnitt habe ich auch Fahrradkörbchen und kleine Aufbewahrungskörbchen genäht. Diese kleinen Brotdosenkühltaschen, Körbe und Fahrradkörbchen sind perfekt um Stoffreste los zu werden. Ich starte damit, dass ich die Außentasche und die Innentasche zu schneide. Beide Stoffe müssen in der gleichen Größe zugeschnitten werden. Insgesamt habe ich dann vier Stoffstücke, zwei für die Außenseite zwei für die Innenseite. Ich fange mit der Innenseite an die zwei Stoffstücke lege ich schöne Seite auf schöne Seite auf einander und Nähe U-förmig drum herum, es bleibt also eine Seite offen. Dann fasse ich in meine Tasche hinein und nehme mir eine Ecke vor, diese Ecke nähe ich ab wie bei einer Milchtüte. Den Zipfel schneide ich dann ab.

 

 

 

Diesen Schritt seht ihr im Video erklärt und auch unten auf den Fotos. Das gleiche mache ich auf der anderen Seite. Als Nächstes nähe ich das Gegenstück dafür, die Außenhülle. Wenn ich beide Hüllen fertig habe, wende ich die Außenhülle und stülpe sie über die Innenhülle, auch das ist im Video erklärt. Als Nächstes lege ich den Rand um und Klappe ihn ein zweites Mal um. Dieses kann ich sowohl nach innen als auch nach außen machen. Den Rand steppe ich mit einem geraden Stich ab. Fertig ist das Körbchen. Bei einem Laufradkörbchen nähe ich noch zwei Streifen an eine Seite und befestige daran Druckknöpfe. Fertig sind die Körbchen, die Kühltasche oder das Laufradkörbchen. Für ein Teil nähe ich ungefähr 10 Minuten. Es ist also sehr schnell herzustellen, sehr schön und auch sehr kostengünstig. Denn ich habe jetzt alles aus Stoffresten genäht. Lediglich die Isoliertüte für die Kühltasche musste ich kaufen. Das Garn kommt natürlich auch noch hinzu, aber die Stoffe sind komplett aus meiner Reste-Kiste. Ich wünsche euch viel Spaß beim nach nähen und hoffe ihr findet genauso viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten dafür.

 

Hochbett

Lagerfeuer

Einhornkleid

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© Kathrin Linberger